Vom Apfelbaum in die Flasche

So wird Apfelsaft in der Märkischen Schweiz hergestellt

Im Gewusel der Markthalle 9 konnten wir am Stand der Biokelterei Bergschäferei nichtvorbeigehen – einem Betrieb, der inmitten der Märkischen Schweiz regionale Säfte in der hofeigenen Kelterei herstellt.

Mitten auf dem Schäferberg liegt hier, unter der Leitung von Leonie, die Biokelterei Bergschäferei, in der sowohl selbst angebautes wie auch regionales Bio-Obst zu Saft verarbeitet wird, um ihn dann unter anderem in der Markthalle 9 zu vertreiben. Bereits ein Rundumblick reicht aus, um zu verstehen, warum sich Leonie auf die Pendelei zwischen Großstadt und Mosterei einlässt.

Nicht lange zuvor hingen die Äpfel noch auf der etwa einen Kilometer entfernten Apfelanlage. Die Bäume dort sind Überbleibsel aus einem Versuchsprojekt von vor 70 Jahren, in dem herausgefunden werden sollte, welche Apfelsorten sich in dieser Region mit den gegebenen Standortbedingungen am besten machen.

 

Übrig geblieben sind über 100 verschiedene Apfelsorten. Am Hof werden außerdem Quitten, Holunder, ein paar Birnen und einige Wildobstsorten wie Speierling und Eberesche angebaut, die ebenfalls in verschiedensten Variationen zusammen mit den Äpfeln in Saftflaschen wandern.

Dabei schmeckt kein Saft wie der andere, denn hier sind unterschiedliche Obst-Kombinationen Programm. Und das kann von Jahr zu Jahr schon mal unterschiedliche Geschmackserlebnisse bedeuten. Aber genau das macht den Saft so besonders: aromatisches, regionales Obst, aus dem mit Herzblut authentische Säfte gepresst werden.

Vom Apfelbaum in die Flasche – so wird Apfelsaft in der Märkischen Schweiz produziert

"Wir verwenden nur selbst angebautes und zugekauftes Bio-Obst, das ein unverwechselbares und besonders intensives Aroma hat. Außerdem lassen wir uns ständig neue Kombinationen für unsere Säfte einfallen. Ich persönlich bin große Liebhaberin unserer sortenreinen Apfelsäfte, aber Apfel-Minze, Rote Bete mit Apfel und Rhabarber und auch unser Quitten-Cidre werden gern gekauft.“

 

- LEONIE, BIOKELTEREI BERGSCHÄFEREI -

Neben Schafen, Traktoren und mehreren pittoresken Gemäuern ist ein riesiger Anhänger zu sehen, der beinahe horizontal in den Himmel ragt. In ihm eröffnet sich ein feuerrotes Meer aus prallen, bilderbuch-ähnlichen Äpfeln, die mit einem Förderband in ein Gebäude – die Kelterei – transportiert werden.

WIE WERDEN ÄPFEL ZU APFELSAFT VERARBEITET?

In der Kelterei nimmt man sofort einen authentischen Duft von frischen Äpfeln wahr. Es ist laut – die Apfelpresse ist im Einsatz. Doch bevor den Äpfeln ihr Saft entlockt wird, werden sie auf dem Förderband mit einem Schlauch kräftig abgespritzt, um sie von Schmutz zu befreien. Jeder Apfel wird danach gründlich inspiziert und faule Äpfel aussortiert.

Das Förderband transportiert sie dann nach und nach in die Apfelpresse. Die Pressreste, die aus Schale, Stiel, Kerngehäuse und Fasern bestehen, werden separat in einem Behälter aufgefangen – zur Freude der auf dem Hof lebenden Schafe, die mit der Schale zahlreiche Vitamine zu sich nehmen. Echte Gourmets, kann man sagen!

 

Nachdem die Äpfel gepresst wurden, wird der Saft gefiltert und anschließend kurz erhitzt, um ihn von Mikroorganismen zu befreien. Der kleine Raum, in dem die Maschinerie aus prallen Äpfeln aromatischen Saft presst, ist umgeben von großen Tanks in verschiedenen Größen.

In Schläuchen wandert die bernsteinfarbene Flüssigkeit je nach Sorte in die jeweiligen Tanks, von denen sie in 5-Liter-Boxen oder direkt in Flaschen abgefüllt wird. Deckel und Etikett drauf – und das Endresultat probieren!

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